FEMNET - FairSchnitt

Einsatz für Frauenrechte

Die Hälfte der Menschheit sind Frauen. Auch für sie gelten die allgemeinen Menschenrechte. Im alltäglichen Leben von Frauen ist das allerdings nicht selbstverständlich. Der Verein FEMNET e.V. setzt sich für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Frauen ein - weltweit. Der gemeinnützige Verein möchte die globale Arbeitswelt sozialverträglicher machen. Er unterstützt Frauen im Süden wie im Norden, die für ihre Rechte kämpfen, betreibt Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland und engagiert sich für internationale Solidarität.

Verletzte Menschenrechte

Mit "FairSchnitt" will FEMNET e.V. auf menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilbranche aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen. Obwohl die international tätigen Textilunternehmen große Gewinne machen, bekommen die von ihnen beschäftigten Näherinnen für harte Akkordarbeit oft nur einen Hungerlohn. Eine Näherin in Südostasien erhält für ihre Arbeit lediglich 0,5 bis 1 Prozent des Preises zu dem ein T-Shirt in deutschen Geschäften verkauft wird. Unbezahlte Überstunden sind dabei genauso an der Tagesordnung wie Diskriminierung und schlechte Arbeitsbedingungen.

Wirklich sauber?

Wer weiß schon, dass das Siegel Ökotex 100 nicht die Näherin schützt, sondern dass die Schadstoffe erst kurz vor dem Export aus den Textilien herausgewaschen werden, damit wir in Europa „saubere“ Kleidung tragen können. In den Produktionsländern werden die Flüsse mit den giftigen Farbstoffen verschmutzt und die Näherinnen müssen sie be der Arbeit einatmen, was häufig zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führt.

Studieren für eine sozialgerechte Modeindustrie

Deutschland ist ein bedeutender Modestandort mit einer boomenden Textil- und Modebranche und rund 100 modebezogenen Bildungseinrichtungen. Ziel von "FairSchnitt" ist es, Themen wie soziale Rechte von Näherinnen, Verhaltenskodizes von Unternehmen, Sozial- und Umweltstandards in der Wertschöpfungskette als festen Bestandteil in den Studien- und Ausbildungsplänen zu verankern.

In einer ersten Projektphase wurden Kontakte zu Hochschulen in Nordrhein-Westafelen aufgebaut. Gäste aus dem Süden, zum Teil betroffene Näherinnen, hielten Vorträge vor zahlreichen Studentinnen und Studenten.

In der jetzt anschließenden zweiten Phase sollen Hochschulen in ganz Deutschland erreicht werden. Zusammen mit Studierenden und Lehrenden will FEMNET e.V. innovative Projekte entwickeln, mit denen die Situation der Textilarbeiterinnen im Süden verbessert werden können. Außerdem wird ein Handbuch mit Unterrichtseinheiten zu Themen wie Design, Business und Marketing  erstellt.

Tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen im Süden zu verbessern!

Eine Näherin in Bangladesh

Eine Näherin in Bangladesh

Textilfabrik in Bangladesh

Textilfabrik in Bangladesh

Oft arbeiten die Frauen an sieben Tagen in der Woche Akkord.

Oft arbeiten die Frauen an sieben Tagen in der Woche Akkord.

Eine Näherin ist vor Erschöpfung eingeschlafen

Eine Näherin ist vor Erschöpfung eingeschlafen

Näherinnen demonstrieren für ihre Rechte.

Näherinnen demonstrieren für ihre Rechte.

Mädchen arbeiten schon in jungen Jahren hart für den Gewinn der Modekonzerne.

Mädchen arbeiten schon in jungen Jahren hart für den Gewinn der Modekonzerne.

Näherinnen arbeiten in einer Fabrik in Dhaka.

Näherinnen arbeiten in einer Fabrik in Dhaka.

Maria Elena von der Kooperative Nueva Vida aus Nicaragua zu Besuch bei FEMNET.

Maria Elena von der Kooperative Nueva Vida aus Nicaragua zu Besuch bei FEMNET.

Cinesische Arbeiterinnen wohnen oft auf dem Fabrikgelände und stehen häufig unter Überwachung.

Cinesische Arbeiterinnen wohnen oft auf dem Fabrikgelände und stehen häufig unter Überwachung.

Chinesische Arbeiterinnen in der Schuhfabrik

Chinesische Arbeiterinnen in der Schuhfabrik

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